Was ist eine fungierende Wunde?

Pilzartige Wunden sind häufig eine Komplikation von Krebserkrankungen. Sie werden dann durch die Infiltration der Haut und der sie versorgenden Blut- und Lymphgefäße durch einen lokalen Tumor verursacht oder sind das Ergebnis einer metastatischen Ausbreitung eines Primärtumors. Sie können schmerzhaft sein, große Mengen an Exsudat produzieren, Blutungen verursachen und übel riechen. Ein weiteres Problem kann nekrotisches Gewebe darstellen, das die Wunde für Infektionen anfällig macht. Unkontrolliertes starkes Exsudat, das durch eine pilzartige Wunde produziert wird, kann auch die
umliegende Haut schädigen.

Behandlungsziele

Das Ziel der Wundversorgung bei pilzbefallenen Wunden hat palliativen Charakter und somit keine kurativen Ansprüche. Dies kann komplex sein. Pilzartige Wunden neigen zu Blutungen, die beim Verbandwechsel häufiger auftreten können. Daher sollten nicht haftende Verbände verwendet werden, um Schmerzen und Traumata zu minimieren. Aus diesem Grund sollte die Wunde sanft gereinigt werden. Um eine Mazeration der die Wunde umgebenden Haut zu vermeiden, sollte bei starks sezernierenden Wunden ein entsprechend saugfähiger Verband gewählt werden.

Starke Geruchsbildung kann sich verheerend auf das psychische und soziale Wohlbefinden eines Patienten auswirken und sollte daher mit Produkten behandelt werden, die diese Geruchsbelästigung verringern, damit der Patient ein möglichst normales Leben führen kann.